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Drucken Top Mitteilung von GFLPressemeldungen vom 18.09.2018

Information Frankfurt Universe

Die Lizenzkommission des Ligadirektoriums im AFV Deutschland hat gegen die GFL-Mannschaft von Samsung Frankfurt Universe einen Punktabzug von vier Punkten fĂŒr die Saison 2018 in der GFL SĂŒd verhĂ€ngt. Dabei handelt es sich um eine 2016 verhĂ€ngte und in ihrem Strafmaß damals bereits festgelegte Sanktion, die im Rahmen der Lizenzerteilung 2016 zur BewĂ€hrung ausgesetzt worden war. Es war eine der Auflagen, unter denen damals die Lizenz erteilt wurde, dass in den Spielzeiten 2016 und 2017 nicht erneut gegen Bestimmungen des Lizenzstatutes verstoßen werden dĂŒrfte, andernfalls wĂŒrde dieser Punktabzug sofort vorgenommen werden.

Im Laufe dieses Jahres stellte die Lizenzkommission fest, dass in den Spielzeiten 2016 und 2017 Bestimmungen dennoch nicht eingehalten wurden. Der Verein hat die Lizenzkommission in schriftlichen Stellungnahmen und bei einer Anhörung inzwischen auch selbst ĂŒber die damaligen VorgĂ€nge informiert. Nach Abschluss dieses Verfahrens Anfang September wurde gemĂ€ĂŸ der damaligen Auflage der Abzug von vier Punkten einmalig, sofort und unwiderruflich vollzogen. ZusĂ€tzlich wurde eine Geldstrafe verhĂ€ngt.

Der Verein Frankfurt Universe war und ist nach allen der Lizenzkommission vorliegenden Informationen sowie ihr zugĂ€nglichen Vergleichsparametern anderer Vereine wirtschaftlich solide aufgestellt. Den Spielbetrieb der GFL-Lizenzmannschaft gliedert der Verein aber seit 2015 wie viele andere Vereine der AFVD-Lizenzligen in eine Betriebsgesellschaft aus. Diese wechselten zur Saison 2016 fĂŒr den Betrieb des GFL-Teams Samsung Frankfurt Universe. Nach dem Lizenzstatut des AFVD ist zwingend vorgeschrieben, dass der Verein jeweils mindestens 75 Prozent plus 1 (vormals 50 Prozent plus 1) der Anteile an solchen Betriebsgesellschaften halten muss. So wird gewĂ€hrleistet, dass Vereine eine Kontrollfunktion ĂŒber diese Betriebsgesellschaften ausĂŒben, die spĂ€testens bei erheblichen und offensichtlichen Bilanzrisiken wirksam werden muss.

FĂŒr die Saison 2016 hatte Frankfurt Universe erstmals unter Einbeziehung einer Betriebsgesellschaft die Lizenz erhalten. Die damals zur PrĂŒfung vorgelegten Etats entsprachen in Höhe und Aufteilung der prognostizierten Einnahmen zwischen Verein und Betriebsgesellschaft den ĂŒblichen Standards von GFL- und GFL-2-Vereinen. Im Lizenzverfahren fĂŒr die Saison 2016 stellte sich jedoch heraus, dass die damalige Betriebsgesellschaft nicht den prognostizierten Etat erwirtschaftet hatte, sondern im Gegenteil einen Fehlbetrag verkraften musste. Die erhebliche Diskrepanz zwischen Prognose und tatsĂ€chlichem Ergebnis fĂŒhrte zu den Auflagen fĂŒr die Saison 2016, unter anderem auch zu dem zunĂ€chst aufgeschobenen Punktabzug, der nun vollzogen werden musste.

FĂŒr eine neu gegrĂŒndete Betriebsgesellschaft lagen bei der Lizenzierung fĂŒr 2017 wie fĂŒr das Lizenzverfahren im Herbst ĂŒblich vorlĂ€ufige Zahlen fĂŒr die ersten neun Monate 2016 vor. Dieser vorlĂ€ufigen Daten sind aber insbesondere bei neuen Gesellschaften oder Lizenzvereinen nur bedingt aussagekrĂ€ftig, da wesentliche Einnahmen auch im letzten Quartal anfallen können. Die spĂ€ter im Oktober 2017 vorgelegte Bilanz 2016 wies dann ebenfalls Verluste aus, allerdings wurden im Laufe des Lizenzverfahrens 2018 bereits Sparmaßnahmen eingeleitet, der Verein selbst entrichtete eine Sonderkaution zur Absicherung der ĂŒbrigen Vereine der GFL SĂŒd und hatte Aussicht auf eine neue Sponsorenvereinbarung, mit der der Fehlbetrag im Wesentlichen ausgeglichen werden sollte. Auf dieser Basis erteilte die Lizenzkommission fĂŒr 2018 zunĂ€chst keine Lizenz, jedoch eine vorlĂ€ufige Spielerlaubnis.

Bekanntermaßen beantragte die Betriebsgesellschaft kurz vor Beginn der Saison 2018 Insolvenz, nachdem hohe Schadenersatzforderungen gegen sie in erster Instanz gerichtlich bestĂ€tigt wurden. Der zustĂ€ndige Insolvenzverwalter hat auf Basis der Erfolgschancen fĂŒr eine Sanierung entschieden, den Spielbetrieb von Samsung Frankfurt Universe fortzufĂŒhren. Die Lizenzkommission des AFVD hat daher die vorlĂ€ufige Spielerlaubnis nicht entzogen, und der Ligabetrieb der GFL 1 SĂŒd wurde nicht beeintrĂ€chtigt.

SpĂ€ter stellte sich jedoch heraus, dass die letztlich zur Insolvenz fĂŒhrende Klage gegen die Betriebsgesellschaft auch dem Verein bereits so lange bekannt war, dass es nach dem Lizenzstatut geboten gewesen wĂ€re, noch wĂ€hrend der Saison 2017 die Lizenzkommission ĂŒber diese Klage und diese erhebliche Änderung der Basis fĂŒr die Erteilung der Lizenz zu informieren.

Das Lizenzverfahren fĂŒr GFL und GFL 2 hat sich seit Jahren bewĂ€hrt, auch weil die Lizenzkommission ihre Aufgabe nicht nur als Kontrollinstanz, sondern auch als Partner der Vereine ausĂŒbt. In einem fĂŒr die Beteiligten jederzeit transparenten und dabei vertraulichen Dialog können mögliche Risiken fĂŒr die Vereine frĂŒhzeitig erkannt und so meist vermieden werden. Ob erstmals zu lizenzierende GFL-2-Aufsteiger oder Vereine, die die GrĂŒndung einer Betriebsgesellschaft neu vorbereiten: Sie alle können sich sicher sein, dass die Lizenzkommission aus ihrer Erfahrung mit Ă€hnlich gelagerten FĂ€llen der Vergangenheit auch beratend eingreifen kann, Auflagen oder Verbote nur aus klar nachvollziehbaren GrĂŒnden erteilt und Strafen nach Möglichkeit zur BewĂ€hrung aussetzt. Bei solchen BewĂ€hrungen werden die Bedingungen klar und eindeutig formuliert - VerstĂ¶ĂŸe werden dann konsequent geahndet.

Der Abzug von vier Spielpunkten entspricht dem von 14,29% aller möglichen Punkte. Im Bereich des Fußballs werden bei der Stellung eines Insolvenzantrags im laufenden Spielbetrieb neun Punkte abgezogen. Dies entspricht etwa in der 3. Liga oder Regionalliga 7,89% der möglichen Punkte.

Als weitere Sanktion wurde eine Geldstrafe von 8.500 EUR verhĂ€ngt. Dieser Betrag ist die höchste im Bereich von GFL und GFL 2 jemals ausgesprochene Geldstrafe. Die Höhe der Geldstrafe orientierte sich am Gesamtbudget des Vereins und der Schwere des Verstoßes.
Die aktuellen Informationen des Insolvenzverwalters der Betriebsgesellschaft lassen darauf schließen, dass die Frankfurt Universe nicht nur den Spielbetrieb in der Saison 2018 ordnungsgemĂ€ĂŸ durchfĂŒhren wird, sondern vor allem auch ein wirtschaftlich tragfĂ€higes Konzept fĂŒr die Zukunft erarbeitet werden und damit der Fortbestand des GFL Teams gesichert werden konnte.

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